Wir fordern die sofortige Schliessung und Sanie- rung der Jagdschiess- anlage Au in Embrach!

Aus dem Untersuchungsbericht:

  • 250’000 kg Blei und 600 kg Antimon/Arsen liegen in der Jagdschiessanlage (Seite 44)
  • Bis zu 30 cm dick liegen Wurfscheibenfragmente und Schrotbecher im Wald und Ried (Seite 68)
  • Fruchtfolgeflächen auf der Töss-Gegenseite sind mit Blei belastet (Seite 69)
  • Grundwasser ist massiv mit hochgiftigem Antimon und Blei belastet (Seite 69)
  • Trinkwasser des Kynologischen Vereins ist verunreinigt (Seite 71)

 

Sie können uns helfen, indem Sie unserem Verein beitreten oder uns finanziell als Gönnerin oder Gönner unterstützen. Bitte per E-Mail oder mit einem entsprechenden Hinweis auf dem Einzahlungsschein anmelden! Pro Töss-Auen, Oberdorf 7, 8421 Dättlikon, PC: 85-338895-7

Medienmitteilung zum aktuellen Stand zweier Aufsichtsbeschwerden

Sehr geehrte Damen und Herren

Der Verein Pro Töss-Auen informiert Sie über den Stand der Aufsichtsbeschwerden, welche der Verein im August 2018 gegen die Zürcher Baudirektion und die Gemeinde Embrach  in ihrer Eigenschaft als Grundeigentümerinnen in den bundesrechtlich geschützten Töss-Auen eingelegt hat. Anlass für beide Beschwerden ist der Tatbestand der Duldung von Sondermüllablagerungen auf kantons- und gemeindeeigenem Grund.

Gegen die Baudirektion in ihrer Eigenschaft als Mitbetreiberin der Jagdschiessanlage Au hat der Verein zudem eine Strafanzeige eingereicht. Diese wurde der Staatsanwaltschaft II übertragen. Die Staatsanwaltschaft II ist für besondere Untersuchungen zuständig.

Unser Ziel für das Ergreifen der Rechtsmittel war und ist es, eine Verlängerung des Schiessbetriebs in den geschützten Auen über das Jahr 2019 hinaus zu verhindern. Doch hier zeigt der geradezu unheimliche Einfluss der Zürcher Jägerschaft Wirkung: So wurde unsere Aufsichtsbeschwerde gegen die Gemeinde Embrach innert weniger Tage im Präsidialverfahren vom Bezirksrat Bülach an die Baudirektion zur Behandlung weiterverwiesen. Der Baudirektor ist aktiver Jäger. Der Leiter des Amts für Landschaft und Natur, Marco Pezzatti, betätigt sich in seiner Freizeit gerne als Treiber auf Gesellschaftsjagden. Der Leiter des Amts für Fischerei und Jagd, Urs Philipp, ist Mitbetreiber der Jagdschiessanlage in den Töss-Auen, Jagdpächter in Rickenbach und Verwaltungsrat-Vizepräsident einer Firma, die Jagderzeugnisse produziert und vermarktet.

Vom Rechtsdienst der Staatskanzlei war die Baudirektion am 30. August 2018 aufgefordert worden, innert 30 Tagen zur Beschwerde Stellung zu beziehen. Diesen Termin liess die Baudirektion verstreichen, angeblich infolge einer Panne bei der internen Fristenkontrolle. So die Begründung von Baudirektor Kägi, der in selbigem Schreiben um eine Fristerstreckung bis zum 30. November ersuchte. Nachdem diese gewährt worden war, ersuchte die Baudirektion um eine weitere Fristerstreckung bis zum 31. Januar 2019. Gleichzeitig verlangte sie die Sistierung der Beschwerde, da in Bülach, wo die neue Schiessanlage gebaut werden soll, noch ein Verfahren hängig sei. Diesem Schreiben kann oder muss man entnehmen, dass der Baudirektor und der Amtsleiter der Abteilung Jagd und Fischerei mit einem Weiterbetrieb in den Töss-Auen liebäugeln. Weit Über das Jahr 2019 hinaus!

Der Verein Pro Töss-Auen wurde vom Rechtsdienst aufgefordert, zu einer allfälligen Sistierung seiner Aufsichtsbeschwerde Stellung zu nehmen. Unsere Stellungnahme finden nachstehend. Wir sind ganz klar der Meinung, dass die oben beschriebenen Verstrickungen eines Rechtsstaats unwürdig sind und dass Massnahmen dagegen ergriffen werden müssen. Solange die Jägerschaft in der Baudirektion und im Amt für Landschaft und Natur den Ton angibt, haben Umwelt- Tier- und Naturschutz in unserem Kanton schlechte Karten.

Stellungnahme

Korrespondenz der Staatskanzlei und der Baudirektion

 Eingangsbestätigung Beschwerde

 Erstes Fristerstreckungsgesuch

 Zweites Fristerstreckungsgesuch

 Genehmigung Fristerstreckung

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Schluss mit Schuss!

Jägerstaat

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Tontaubenschiessen schadet der Natur

Tontaubenschiessen mag eine olympische Disziplin sein, in erster Linie aber ist es eine Riesensauerei. Wer es nicht glaubt, besuche die Jagdschiessanlage in Embrach. Dort wird an 200 Tagen im Jahr auf Tontauben geschossen. Der Abfall dieser Wurfscheiben liegt 30 Zentimeter dick im Waldboden verstreut, und die Bleiablagerung wird bereits auf 250 Tonnen geschätzt. Was ist denn daran olympisch, bitte?

Hans Meili, Dättlikon