Wir fordern die sofortige Schliessung und Sanie- rung der Jagdschiess- anlage Au in Embrach!

Aus dem Untersuchungsbericht:

  • 250’000 kg Blei und 600 kg Antimon/Arsen liegen in der Jagdschiessanlage (Seite 44)
  • Bis zu 30 cm dick liegen Wurfscheibenfragmente und Schrotbecher im Wald und Ried (Seite 68)
  • Fruchtfolgeflächen auf der Töss-Gegenseite sind mit Blei belastet (Seite 69)
  • Grundwasser ist massiv mit hochgiftigem Antimon und Blei belastet (Seite 69)
  • Trinkwasser des Kynologischen Vereins ist verunreinigt (Seite 71)

 

Sie können uns helfen, indem Sie unserem Verein beitreten oder uns finanziell als Gönnerin oder Gönner unterstützen. Bitte per E-Mail oder mit einem entsprechenden Hinweis auf dem Einzahlungsschein anmelden! Pro Töss-Auen, Oberdorf 7, 8421 Dättlikon, PC: 85-338895-7

 

Falsche Schusszahlen

 

In der Antwort auf die Anfrage (KR-Nr. 373/2003) der damaligen Kantonsrätin Marianne Trüb (SP) schreibt der Regierungsrat:
“Bei verfügungsgemässem Betrieb ergibt sich bei einer jährlichen Schusszahl von 315 000 nach Anhang 7 der Lärmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (SR 814.41) eine Pegelkorrektur von K = – 4,1 dB(A). Damit wird der Immissionsgrenzwert eingehalten.”

 

Marianne Trüb reicht im Jahre 2006 eine weitere Anfrage ein:
“Im Jahr 2004 wurden in der Jagdschiessanlage gemäss den Angaben der Jagdschützengesellschaft Zürich 33,1 Tonnen Wurfkörper verschossen. Ein Wurfkörper wiegt zwischen 80 und 100 Gramm. Pro verwendetem Wurfkörper wird mindestens ein Schuss abgegeben. Somit wurde die jährlich erlaubte Schusszahl von 315 000 möglicherweise übertroffen, da neben dem Schiessen auf die Wurfkörper ja auch noch auf Tierscheiben geschossen wird. Gibt es für diese Ungereimtheiten eine plausible Erklärung?”

 

In seiner Antwort schreibt der Regierungsrat:
“Von der Anzahl im Jahr 2004 eingesetzter Wurfkörper auf die gesamte Schusszahl in diesem Jahr zu schliessen, birgt erhebliche Ungenauigkeiten. Einerseits wird im Übungsfall nicht auf jeden Wurfkörper geschossen, anderseits werden teilweise mehrere Schüsse auf dieselbe Tontaube abgegeben. Einen besseren Rückschluss auf die jährliche Schusszahl ergeben die Aufzeichnungen über die 2004 verkauften Jetons. 2004 wurden 6138 Jetons für die Bahnen G/R/K (Kugelstand), 1797 für die Bahn H (Hase) und 6845 Jetons Skeet, Trap und Jagdparcour verkauft. Je Jeton werden auf dem Kugelstand rund 10, auf Bahn H 20 und je Jeton Skeet, Trap und Jagdparcour 30 Schüsse abgegeben. Daraus ergeben sich für 2004 rund 285’000 Schüsse.”

 

Im Untersuchungsbericht steht:
“Zu den Schusszahlen liegen Angaben des Schiessvereins vor. Danach lag die mittlere jährliche Schusszahl zwischen 2000 und 2008 bei 377'000.”

 

Obwohl der Regierungsrat weiss, dass die Jagdschützen eigene Munition verwenden dürfen, ist er bei seinen Berechnungen nur von den verkauften Jetons ausgegangen, um die Schusszahlen zu beschönigen. Heute wissen wir: Der Regierungsrat hat nicht die Wahrheit gesagt. Möglicherweise wird der Immisionsgrenzwert nicht mehr eingehalten!

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Schluss mit Schuss!

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Wurfscheiben-Spiel

Tontaubenschiessen schadet der Natur

Tontaubenschiessen mag eine olympische Disziplin sein, in erster Linie aber ist es eine Riesensauerei. Wer es nicht glaubt, besuche die Jagdschiessanlage in Embrach. Dort wird an 200 Tagen im Jahr auf Tontauben geschossen. Der Abfall dieser Wurfscheiben liegt 30 Zentimeter dick im Waldboden verstreut, und die Bleiablagerung wird bereits auf 250 Tonnen geschätzt. Was ist denn daran olympisch, bitte?

Hans Meili, Dättlikon